Tuina Massage

Der Begriff Tuina setzt sich aus Tui („schieben“) und Na („greifen“) zusammen. Tuina ist eine manuelle Therapieform der Traditionellen Chinesischen Medizin und gehört zu ihren ältesten Behandlungsmethoden – älter noch als die Akupunktur. Über Jahrtausende hinweg wurde sie durch Erfahrung, Beobachtung und systematische Anwendung weiterentwickelt.

Tuina arbeitet mit speziellen Grifftechniken, die entlang der Meridiane und an denselben Punkten angewendet werden, die auch in der Akupunktur genutzt werden. Sie eignet sich besonders gut, um Blockaden zu lösen, den Energiefluss zu harmonisieren und funktionelle Störungen zu regulieren.

Tuina in der Kinderheilkunde

In der chinesischen Medizin hat die Pädiatrie eine lange Tradition. Entsprechend gibt es umfassende Erkenntnisse über die Anwendung der Tuina bei Kindern. Die frühkindliche Entwicklung wird aus TCM‑Sicht von natürlichen „Entwicklungskrisen“ begleitet – nicht im Sinne von Krankheit, sondern als Phasen des Wachstums und der Reifung.

Tuina kann diese Phasen sanft unterstützen. Während bei Erwachsenen vor allem Akupunkturpunkte behandelt werden, nutzt man bei Kindern bestimmte Körperregionen, die besonders empfänglich für energetische Impulse sind. Da Haut, Muskeln und Gewebe bei Kindern noch sehr weich und durchlässig sind, wird Tuina von ihnen als angenehm empfunden und eignet sich hervorragend als nadelfreie TCM‑Methode.

Wirkungsweise und Einsatzgebiete

Tuina kann unter anderem hilfreich sein bei:

•             Verspannungen und muskulären Blockaden

•             funktionellen Beschwerden

•             Unruhe oder Schlafproblemen bei Kindern

•             Verdauungsstörungen

•             energetischen Dysbalancen

Die Behandlung ist sanft, individuell anpassbar und kann sowohl bei Erwachsenen als auch bei Kindern eingesetzt werden.